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Antonello Bulgini
Olivier Heinry
02.01 . - 22.01.2007
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Der Höhepunkt der Aktion schmerzt mich. Und, weil
eine Tür sowohl Eingang als auch Ausgang ist ...
2005
Öl auf Hartfaser
80 x 100 cm

Tum, tum, tum..., 2005
Öl auf Hartfaser
50 x 70 cm
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Antonello Bulgini
Erst spät entschied der Italiener Antonello
Bulgini (*1960) für ein Leben in und mit der Kunst. Nach dem
Besuch der Militärakademie in Livorno und einem nach fünf
Jahren abgebrochenen Medizinstudium in Pisa, wandte sich Bulgini als
Autodidakt ganz der Kunst zu. Erste Ausstellungen u. a. in Livorno,
Rom und Turin folgten. Die Liebe führte Bulgini 1988 nach Deutschland.
Er begann noch im selben Jahr sein Studium der Malerei an der Akademie
der Bildenden Künste in München, diplomierte dort erfolgreich
und wurde Meisterschüler bei Sean Scully.
Eindrücke des Alltags, gelebte Leben und "gestohlene Erinnerungen",
wie es Bulgini selbst nennt, verschmelzen in seinen Bildern zu manchmal
bizarr anmutenden Landschaften, die scheinbar ureigene, komische und
tragische Geschichten erzählen wollen, dabei jedoch immer rätselhaft
bleiben.
Ob Accessoires in Traumlandschaften oder Protagonisten seltsamer Welten,
Bulginis Figuren wirken meist reaktiv, scheinen langsam zu agieren
und werden so integraler Bestandteil der sie umgebenden Phantasielandschaften.
Die Geschichten finden ihn und Bulgini läßt sich von seiner
Malleidenschaft treiben: "Vor meiner Tür sind Gestalten
mit schon fertigen Geschichten erschienen, es genügte sie eintreten
zu lassen, sie haben sich auf dem Sessel erbrochen, haben ein Stück
Brot gegessen und sind weg gegangen. ... Ich habe nur gelernt, auf
sie zu warten und sie nicht zu suchen."
Und er hat gelernt, wieviel Disziplin notwendig ist, um die phantastischen
Welten nicht im Überschwang des Tatendrangs ausufern zu lassen.
Immer erscheinen sie dem Betrachter als geschlossenes Ganzes.
Bulgini ist ein Wanderer zwischen den Welten, Gegensätze sind
sein Thema. Beim Ausloten von hell und dunkel, leise und laut, Wunschbild
und Verdammnis malt er sich kraftvoll bis an die Grenzen dessen was
das Triebhafte im Menschen sichtbar werden läßt.
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Spielmannszug, 2004
Farbplättchen, geklebt auf Holz
60 x 70 cm

Familie,
2004
Farbplättchen,
geklebt auf Holz
60
x 70 cm
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Olivier Heinry
Seit
zehn Jahren widmet sich Olivier Heinry unter Verwendung von einfachen,
jedoch außergewöhnlichen Techniken der Malerei und Bildhauerei.
Seine Intention ist es nicht, einen bildlichen Ausdruck auf Leinwand
oder Papier zu verdichten – Heinry zerlegt, was er schaffen
will, chromatisch und physisch. Im Stil des Pointillismus klebt oder
sprüht der Künstler Farbpunkte auf den Bildträger.
Erst aus einer gewissen Entfernung fügt sich im Auge des Betrachters
das Bild zusammen.In
seinen neuesten Arbeiten trägt Heinry das Bild in den
Raum und läßt die Farbe zugunsten eines klaren Schwarz
verschwinden. Akribisch perforiert er Papier. Durch die Leerstellen
entstehen neue Bilder, meist Portraits, so zum Beispiel von Beuys
und Mao.
Durch Reduktion, in diesem Falle des Trägermaterials, erreicht
Heinry eine völlig neue Ausdrucksweise im Genre des Portraits.
Die ausgestanzten Partikel scheinen in den Raum zu wandern, um sich
dort in Skulpturen neu zu formieren. Olivier Heinry wurde 1965 im
französischen Laval geboren. Sein Studium an der Kunsthochschule
in Rennes schloß er 1990 mit dem Diplom ab. Heute lebt und arbeitet
Heinry wieder in seiner Heimatstadt Laval.
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