Anlässlich des 50jährigen Jubiläums des Kasseler Weltkunstereignisses und der Ausstellung “documentamomente” mit historischen Portraits wichtiger documenta-Künstler, erschien im Herbst 2005 als exklusive Foto-Edition unter dem Titel fifteen artists ein Portfolio mit Fotoportraits des 2004 verstorbenen renommierten Künstlerfotografen Erhard Wehrmann.


Handabzüge nach Originalnegativen auf Barytpapier, getont,
gedruckt von Mathias Richter, imago-Fotokunst, Berlin
Kassette von Horst Zeman, Berlin
mit einem Text von Dr. Harald Kimpel, Kassel

Auflage: 30 Exemplare, jede Aufnahme mit Trockenstempel “EW” versehen, rückseitig mit Nachlassstempel signiert und 1/30 bis 30/30 nummeriert
Format: Bild: 25 x 25 cm; Papier: 40 x 30 cm; Passepartout: 50 x 40 cm im Leinenschuber

 

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                 Gerhard Richter bei Domberger                  Jochen Gerz                  Robert Rauschenberg
                 Gerhard Richter                  Jochen Gerz                  Robert Rauschenberg
                 Franz Erhard Walther                  Rebecca Horn                  Klaus Rinke
                 Franz Erhard Walther                  Rebecca Horn                  Klaus Rinke
                 Roy Lichtenstein                  Joseph Beuys                  Ben Vautier
                 Roy Lichtenstein                  Joseph Beuys                  Ben Vautier
          Alberto Giacometti           Anatol         
                 Alberto Giacometti                  Anatol         

Bei Fotografie stellt sich immer die Frage nach dem künstlerischen Wert.
Die Übergänge zwischen Dokument und Kunst sind fließend. Technik ist
nicht alles, Erfahrung des Kopfes und des Bauches, also Augenerfahrung,
sind unabdingbar.

Erhard Wehrmann (*1930 in Liegnitz/Schlesien - 2004 in Bad Pyrmont), war als Fotograf Autodidakt. Er begann in den 50er Jahren, kontinuierlich und mit Lust Kunst und Künstler zu fotografieren. Parallel zu seiner rund 30jährigen leitenden Tätigkeit als Werbekaufmann in großen japanischen Unternehmen seit Ende der 50er Jahre, beginnend 1959 auf der documenta 2, professionelle und leidenschaftliche Begleitung zahlreicher Künstler, überwiegend Bildhauer, bei der Entstehung und Präsentation ihrer Werke, vornehmlich auf den documenta-Ausstellungen von 1964, 1968 und 1972, sowie den Biennalen in Venedig.

Wichtiger Höhepunkt in der langen Reihe von Künstlerbegegnungen ist die Arbeit mit Henry Moore, der 1965 dem Fotografen bestätigt:

I am delighted to have these fotografs, some of which I like very much indeed, - many of them show my sculptures in positions I have never seen them in…

- Das ist es: Die Kamera des Fotografen fixiert den Künstler - der abgelichtete Künstler fixiert den Betrachter, der Betrachter die Fotografie, das Kunstwerk, den Künstler - der Kreis schließt sich. Jeder blickt auf jeden.

Seit den 60er Jahren regelmäßige Beteiligungen an den großen internationalen Fotoausstellungen, wie Photovision im Museum of Modern Art Melbourne, Worldpress in Den Haag oder Fotoforum in Hamburg, Ausstellungen in zahlreichen europäischen Goethe-Instituten, Einzelpräsentationen in Museen, z.B. in Düsseldorf oder Pforzheim und seit 1985 auch in Berlin, wo dann die Kunststiftung Poll, die inzwischen das Fotoarchiv Wehrmanns betreut, die zahlreichen Aspekte seiner Arbeit begleitete und regelmäßig präsentierte.


         

Henry Moore

         

James Lee Byars

         Henry Moore          James Lee Byars